Konzertverein Isartal e. V.
Philharmonisches Orchester Isartal
 
Die Dirigenten des Konzertvereins Isartal:
 
Dirigent: Henri Bonamy
 
Frühere Dirigenten: Matt Boynick   |   Prof. Dr. Günther Wei߆   |   Bernhard Willer   |   Thomas Sonner
  Prof. Christoph Adt
 
Prof. Christoph Adt

Prof. Christoph Adt Photo: Christine Schneider, München

Im April 2002 trat Prof. Adt die Nachfolge von Prof. Weiß an. Zunächst hatte er zugesagt, das Sommerkonzert 2002 einzustudieren und zu dirigieren. Doch bald wurde klar: das Orchester wollte, daß er blieb und seine konzentrierte, inspirierende Arbeit fortsetzte. Schnell wurden Verein und er sich einig. Seitdem war Prof. Adt musikalischer Leiter des Philharmonischen Orchesters und inzwischen auch künstlerischer Leiter der vom Verein und seinem Förderverein gemeinsam veranstalteten Konzertreihe klassik pur! im isartal.

Christoph Adt studierte an der Stuttgarter Musikhochschule und in Salzburg und absolvierte sein Kapellmeisterstudium bei Thomas Ungar und Ferdinand Leitner. Er erhielt mehrere Preise, darunter auch den 1. Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb in Lugano. Nach seiner Ausbildung war Christoph Adt Assistent des Chefdirigenten beim NDR Rundfunkorchester Hannover. Daneben übernahm er einen Lehrauftrag für Dirigieren an der Stuttgarter Musikhochschule; von 1994 bis 1997 hatte er die kommissarische Leitung des Hochschulorchesters, von 1990 bis 1999 leitete er das Junge Kammerorchester Stuttgart.

Christoph Adt ist weltweit zu Gastspielen unterwegs; z. B. als regelmäßiger Gastdirigent der Philharmonie George Enescu und beim Rumänischen Rundfunkorchester in Bukarest oder beim Japan Philharmonic Orchestra in Tokio. Von November 2011 bis März 2015 war er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Bad Reichenhaller Philharmonie.

Die Arbeit von Prof. Adt bedeutete für das Orchester das Vordringen in neue Dimensionen. Seit 1998 an der Hochschule für Musik und Theater in München, war er dort bis zu seinem Wechsel im Oktober 2017 als Präsident an die Hochschule für Musik in Nürnberg Professor für Orchesterleitung (Kirchen- und Schulmusik) und gleichzeitig Vizepräsident. Mit ihm hatten Orchester und Verein einen Dirigenten gewonnen, der aus dem professionellen Bereich kam und dennoch interessiert war, mit Laien wie unseren Orchestermusikern zu arbeiten. Das war ein Glücksfall, den wir außerordentlich geschätzt haben. Auf diese Weise waren wir in der Lage, unsere Programme mit einem erfahrenen Dirigenten zu erarbeiten, der aus einem unendlich reichen Schatz von Erfahrungen schöpfen konnte.

"Fördern und Fordern" bzw. "Fördern durch Fordern" ist das Motto, mit dem er erreicht hat, daß wir einen regen Zulauf von Musikern der Umgebung hatten. Das Philharmonische Orchester wurde in dieser Zeit ein vollständiges symphonisches Orchester, das zur Aufführung auch der wirklich groß besetzten Werke der Romantik keine oder nur ganz wenige Aushilfen verpflichten mußte.

"Fördern durch Fordern" hieß für Prof. Adt vor allem, nicht gleich zufrieden zu sein mit dem, was wir als Laienmusiker in den Orchesterproben ablieferten. Seine Devise lautete: "Es gibt immer etwas zu verbessern." Er erklärte und feuerte an, um ein musikalisches Ergebnis zu erzielen, das seinen Vorstellungen näherkam. Einerseits erarbeitete er geduldig einzelne Passagen in den Werken. Dabei durfte er aber andererseits nicht – und das zeichnete ihn aus – das große Ganze aus den Augen verlieren. Am Ende, also im Konzert, mußte der musikalische Bogen stimmen und die Aussage eines Werkes beim Publikum ankommen. Doch das ging nur, wenn zuvor das Orchester selbst dies verstanden hatte. Das zu vermitteln, darin lag Prof. Adts besondere Fähigkeit. Dazu versuchte er, in den Köpfen der Musiker Bilder zu erzeugen, Geschichten entstehen zu lassen, die es ihnen ermöglichten, im Moment des Spielens die Musik anders, neu zu erleben. Denn das Musizieren ist bei weitem nicht nur eine handwerkliche Fähigkeit, die es abzurufen gilt. Ohne das geht es nicht. Doch es muß wesentlich dazukommen, daß jeder einzelne bereits im Kopf eine Vorstellung davon hat, was nachher erklingen soll, bevor er überhaupt anfängt, seinen Part zu spielen. Diesen Zusammenhang zwischen der Vorstellung und dem musikalischen Ergebnis bewußt zu machen, dazu anzuleiten, wie man das schafft, darin sah Prof. Adt einen Teil seiner Aufgabe. Daß ihm das gelang, davon zeugten die Konzerte. Sie sind der Abschluß dieses Weges, der mit der ersten Probe am Konzertprogramm begann.

In die Anfangszeit von Prof. Adt fiel die Zeit, in der die Loisachhalle nicht zur Verfügung stand. Dies war für die Arbeit des Vereins, des Orchesters und seines Leiters eine bittere Zeit, weil alle möglichen Ausweichquartiere, die zur Verfügung standen, irgendwelche Nachteile hatten, also die fehlende Loisachhalle nicht ersetzen konnten. Mit ihm gemeinsam konnten Vereinsführung, Verein und Orchester diese schwierige Zeit gut überstehen, es konnten immer Werke aufgeführt und Solisten verpflichtet werden, die genügend Anziehungskraft entwickelten, um das Publikum auch in dieser Situation bei der Stange zu halten. Im Jahre 2009 wurde endlich die Loisachhalle mit der Aufführung von Beethovens Neunter wiedereröffnet. Das Orchester und sein Dirigent kehrten für ihre Konzerte an einen Ort zurück, der das Ambiente und die Ausstrahlung hat, die für solche Veranstaltungen erforderlich sind.

In den fast siebzehn Jahren mit Prof. Adt gab es eine ganze Reihe von Höhepunkten, die in Erinnerung bleiben: Orffs "Carmina Burana" am Marienplatz in Wolfratshausen, Schumanns Cellokonzert mit Wen-Sinn Yang in der zur Baustelle gewordenen Loisachhalle, Magnards und Nielsens Vierte, Schuberts große C-Dur-Symphonie, die Frankreichfahrt mit Rossinis "Stabat Mater", Brahms' Doppelkonzert mit Ingolf Turban und Wen-Sinn Yang, Webers "Der Freischütz", Prokofjews "Peter und der Wolf", Brahms' "Ein deutsches Requiem", die Filmkonzerte mit Lotte Reinigers "Die Abenteuer des Prinzen Achmed". Diese Auswahl ließe sich beliebig fortsetzen (s. auch diese Übersicht).

In der Zeit, als Prof. Adt neben seiner Tätigkeit als Professor und Vizepräsident der Hochschule für Musik und Theater in München Künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Bad Reichenhaller Philharmonie war, ließen ihm diese Aufgaben nicht ausreichend Zeit, um auch alle Konzerte des Konzertvereins Isartal einzustudieren und aufzuführen. So vereinbarte die Vereinsführung mit Prof. Adt, daß er während seiner Zeit in Bad Reichenhall nicht jedes Konzert erarbeiten und aufführen solle, sondern daß dafür zunächst 2013 Bernhard Willer und 2014/15 Thomas Sonner verpflichtet wurden. Beide waren Prof. Adt bestens bekannt, hatten sie doch bei ihm selbst Dirigieren studiert. Ihre Verpflichtung erfolgte auf Prof. Adts Rat und Empfehlung hin. Die von vorn herein absehbar zeitlich begrenzte Zusammenarbeit mit ihnen war so freundschaftlich geprägt und in einer Weise erfolgreich, daß keinerlei Wünsche offenblieben. Seit Prof. Adt im März 2015 seine Tätigkeit in Bad Reichenhall beendet hatte, war er wieder in der Lage, regelmäßig mit unserem Orchester zu arbeiten und die Programme aller unserer Konzerte vorzubereiten.

Sein Wissen und seinen Rat schätzte insbesondere auch der Vorstand des Konzertvereins Isartal. Sie waren unerläßlich, um die zeitraubende und manchmal schwierige Jahresplanung unserer Konzertreihe zu erstellen. Insbesondere seit der Verein 2009 gezwungen war, selbständig und unabhängig die Konzertreihe klassik pur! im isartal ins Leben zu rufen, und sie seitdem fortführt, war es ungeheuer wichtig, daß sich unser musikalischer und künstlerischer Leiter mit diesem Projekt identifizierte und so ganz wesentlich zu ihrem Erfolg beitrug.

Wir als musikalische Laien profitierten vom Engagement Prof. Adts in einer Weise, wie Außenstehende, die die Proben nicht miterleben, es sich vielleicht gar nicht vorstellen können. Ob es die doch nicht so große Dur-Terz, der nicht so scharfe Leitton, das heftige, aber nicht brutale Sforzato, das feine und doch nicht dünne Pianissimo, das leidenschaftliche und nicht sentimentale Adagio sind, stets entdeckten wir durch seine Vermittlung Neues in der Musik. Bei der Arbeit mit ihm lernten wir musikalische Zusammenhänge zu erkennen, bekamen Hinweise auf das Besondere eines Werkes, eines Komponisten oder einer Epoche. Gerade diese Erfahrungen, die das Orchester beim Proben unter seiner professioneller Leitung machen konnte, beflügelten es immer wieder und ließ es über sich hinauswachsen.

Orchester und Verein bedanken sich bei Christoph Adt für diese außerordentlich fruchtbare und anregende Zeit. Durch die Ernennung zum Schirmherrn der Konzertreihe klassik pur! im isartal (neben Prof. Ingolf Turban) bringt der KVI seine weiterbestehende enge Verbundenheit mit Prof. Christoph Adt zum Ausdruck und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.

 
 
Orchesterproben

jeweils donnerstags (19:45h - 22:00h) im PZ des Gymnasiums Icking

weitere Einzelheiten unter Mitglieder

Probenplan

 
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